Nein, das stimmt wohl
nicht. Aber wie ist es wirklich?
Man wird durch Tai Chi und Qigong kein anderer Mensch.
Die Übungen können aber dabei helfen, sensibler, ruhiger, heiterer und ausgeglichener zu werden
und mehr in sich zu ruhen. Sie beeinflussen den Bewegungsapparat
(Stärkung und Dehnung der Muskulatur), die Haltung, die inneren Organe
und nicht zuletzt auch Seele und Geist.
Letztlich sind sie ein Weg, der Körper und Seele verändern kann.
Lao Tse beschreibt die alten (taoistischen) 'Meister':
Die
alten Meister waren rätselhaft, elegant,
tiefgründig und scharfsinnig.
Unergründlich
war die Tiefe ihres Wissens.
Da
es so unergründlich war, laß uns versuchen,
ihr Auftreten zu beschreiben.
Vorsichtig,
wie einen vereisten Winterstrom überquerend.
Wachsam,
wie Nachbarn von allen Seiten befürchtend.
Duldsam,
wie alles umfassend.
Nachgebend,
wie schmelzendes Eis.
Einfach,
wie ein unbehauenerr Block.
Leer,
wie ein verborgenes Tal.
Undurchsichtig,
wie ein trüber Tümpel.
Wer
kann ruhig abwarten, bis der Schlamm sich
setzt?
Wer
kann in Ruhe verweilen, bis zum Augenblick
der Handlung?
Wer
dem Tao folgt sucht nicht nach
Vollständigkeit.
Wenn man nicht Vollständigkeit sucht, kann man allzeit erschöpft sein, ohne sich auffrischen zu müssen.